Student und Welfe sein

Probleme mit veränderten Rahmenbedingungen

Senior Uhu Wie zu Beginn des Semesters erwartet, hat die Einführung der Studiengebühren die Situation der Aktivitas wesentlich verändert. Dies freilich nicht in dem Sinn, daß in der Conse-nioratskassa weniger Getränkeeinnahmen zu verzeichnen wären, sondern in einer schleichenden, aber doch tiefgreifenden Umstellung des außeruniversitären Arbeits- und Freizeitverhaltens. Viele Bbr. nehmen ihr Studium jetzt noch ernster, es werden mehr Lehrveranstaltungen besucht (aufgrund neuer Lehrpläne manchmal unfreiwillig), die teilweise auch bis in den Abend hinein stattfinden. Die nicht verplante Zeit, in welcher z.B. Tätigkeiten für die Verbindung durchgeführt werden könnten, bzw. in der jeder einzelne natürlich auch seine wohlverdiente Erholung genießen mag, ist rationiert, sie wird deshalb bewußter verbracht.

Mehr Improvisation notwendig

Das hat z.B. zur Folge, daß Tätigkeiten einzelner Chargen kurzfristig von anderen Mitgliedern des ChC wahrgenommen werden müssen. Dieses gegenseitige Vertreten und das damit notwendig zusammenhängende Improvisieren hat bis jetzt erstaunlich gut funktioniert und nebenbei zu einer Vertiefung der Bundesbrüder-lichkeit geführt. Wenn man sich die Arbeitsbelastung unserer Fuchsia (außerhalb der Verbindung) ansieht, wird in Zukunft auch nichts anderes mehr möglich sein.

Daß sich daraus kein Qualitätsverlust ergeben muß, zeigt die hervorragend verlaufene "Happy hours night" am 6. Oktober, bei der zahlreiche neue junge Gäste begrüßt werden konnten, was uns zur Wiederholung der Veranstaltung am 15. Dezember veranlaßt. Diese Bemühungen kommen hoffentlich auch der Keilung zugute. Ähnlich erfolgreich verlief der "Israel"-Vortrag, wo uns mit Hilfe modernster Technik das Heilige Land nähergebracht wurde. An dieser Stelle möchte ich mich bei unserer Couleurdame Traudi Führer für die viele Arbeit bedanken, die sie in die nach koscheren Rezepten zubereiteten Köstlichkeiten gesteckt hat, an denen wir uns im Anschluß delektieren konnten.

Weitere Auswirkungen sieht man an der Besucherzahl: Während die Gesamtteilnahme in etwa konstant bleibt, zeigt sich eine Präferenz in Richtung der größeren, "besonderen" Veranstaltungen. Als Beispiele seien hier die Klosterneuburger Kneipe oder die politische Diskussion im Rahmen der Akademie genannt, bei denen die Bude randvoll war. Auch zeigt sich, daß viele BbrBbr. nicht mehr so lange wie früher bleiben wollen oder können.

Senior bei der Klosterneuburger Kneipe

Die Klosterneuburger-Kneipe war auch in diesem Semester hervorragend besucht.

Investitionen

Um die richtige Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag zu gewährleisten, wurden die Boxen im Barraum unserer Bude erneuert und ein neuer Fernseher, sowie eine digitale Satellitenempfangsanlage installiert. Seither können fast 90 Programme und erstmals auch der ORF in gestochen scharfen Bildern empfangen werden. Die Montagearbeiten hiezu wurden übrigens aus Kostengründen zum Großteil von der Aktivitas durchgeführt.

Weihnachten

Die von unserem hohem Verbindungsseelsorger Ramses gestaltete Tischmesse am 11. Dezember ließ bei allen, die dabei waren, Adventstimmung aufkommen. In diesem Geiste möge auch als Höhepunkt des Semesters der Weihnachts-kommers stattfinden, in dessen Rahmen wir als sehr erfreu-liche Programmpunkte drei Burschungen und eine Rezeption vornehmen dürfen.

Das neue Jahr

Als Ausblick in das neue Jahr verweise ich auf den €-Budenabend am 1. Jänner 2002, dessen besondere Aktion ( Bier um 1 €) einige Bbr. trotz eventueller Beschädigungen vom Vortag auf die Bude locken soll. Eine Woche später findet der Heurigenabend bei Bbr. Cicero (Kerbl) statt. Das Couleursemester wird schließlich gemeinsam mit K.Ö.St.V. Aargau im Rahmen der Abschlußkneipe beendet. Aufgrund der Terminwünsche unsere Gäste sowie mehrerer alter Herren und Aktiver (Gründe s.o.) wurde als Termin Freitag, der 25. Jänner 2002 gewählt. In den Semesterferien wird der Cocktailabend am 12. Februar 2002 Faschingsstimmung aufkommen lassen, bezüglich der Wiener Couleurbälle verweise ich auf den 105er. Abschließend möchte ich allen, die nicht zum Weihnachtskommers kommen können, ein gesegnetes Weihnachtsfest, sowie viel Glück im neuen Jahr wünschen.

Bbr. Wolf Dietrich v. Uhu, X

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